Unter dem Projekttitel „Modellhafte Pilotierung von Indikatoren in der stationären Pflege“, kurz MoPIP, untersucht die Universität Bremen derzeit im Auftrag der Vereinigung der Träger der Sozialhilfe, der Pflegeeinrichtungen und des GKV-Spitzenverbands die Messbarkeit und Darstellung von Qualität in Pflegeeinrichtungen. Mit Hilfe von EVOCURA werden dazu die Daten von insgesamt 2.000 Pflegeheimbewohnern in 64 Einrichtungen erhoben.

Qualitätsindikatoren statt Transparenz-Kriterien

Die neuen Qualitätsindikatoren sollen ab 2017/2018 die heutigen Transparenz-Kriterien ablösen. Der Gesetzgeber hat bestimmt, dass für die stationäre Pflege ein indikatorengestütztes Verfahren entwickelt werden soll, mit dem sich Ergebnisqualität messen und darstellen lässt.

Praxistauglichkeit im Test

Empfehlungen zu einer entsprechenden strukturierten Datenerhebung hatte ein Team von Wissenschaftlern der Universität Bielefeld sowie des Instituts für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik in Köln bereits in 2011 abgegeben. Im Rahmen von MoPIP soll das von der Universität Bielefeld entwickelte Indikatorenset nun auf seine Praxistauglichkeit überprüft werden. Ziel ist es, einen verbraucherfreundlichen Vergleich von Qualität zu ermöglichen und ein praxiserprobtes Qualitätsmessinstrument je nach Teilergebnissen weiterzuentwickeln. Die auf 18 Monate ausgelegte Studie ist am 1. Juni 2015 gestartet und läuft bis zum 30. November 2016.

EVOCURA setzt Zusammenarbeit mit Uni Bremen fort

Mit der gemeinsamen Arbeit an MoPIP wird die bisherige erfolgreiche Kooperation zwischen EVOCURA und der Universität Bremen fortgesetzt. Bereits beim Projekt EViS (Erfassung von Versorgungsaufgwänden in stationären Einrichtungen, Evaluation des Neuen Begutachtungsassessments/NBA) arbeitete EVOCURA eng mit dem Projektleiter Professor Heinz Rothgang zusammen, der gemeinsam mit seinem Kollegen Professor Stefan Görres auch für MoPIP verantwortlich zeichnet.